1622 - Kriegsschauplatz Heidelberg
Im Jahr 1619 wurde Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz als Protestant zum König von Böhmen gewählt und verlegte seine Residenz von Heidelberg nach Prag. Die Schlacht am Weißen Berg beendete sein Königtum nach nur einem Jahr. Für die Kurpfalz waren die Folgen dieser Niederlage verheerend. Die Residenzstadt Heidelberg wurde zum tragischen Schauplatz des Dreißigjährigen Krieges. Im Juli 1622 begann die Belagerung Heidelbergs durch kaiserlich-bayerische Truppen unter General Tilly. Am 16. September drangen die Belagerer in die Stadt ein und zwangen die Garnison am 19. September 1622 zur Kapitulation.
[Quelle: Website der Stadt Heidelberg]
Wir besuchen einige historische Orte aus dieser Zeit.
Der Weg führt etwas durch die Altstadt und dann über schmale Pfade unterhalb des Königstuhls. Hier sind verschiedene Punkte zu suchen.
Die angegebenen Orientierungspunkte (Oxx) müssen nicht angelaufen werden und dienen nur der leichteren Wegfindung, auch ohne Karte.
Der Cache geht über ca. 8 km (bis zum Ausgangpunkt zurück) und 280 Höhenmeter. Er ist NICHT rollstuhl-, kinderwagen- und fahrradgeeignet, da es meist über kleine Wege und teilweise offroad geht.
Parken kann man am besten in einem der nahegelegenen Parkhäuser.
S01 N 49°24.676' E 008°42.171'
Kurpfälzischen Museum
Neben anderem findet sich hier natürlich auch viel über die Belagerung von 1622.
Erster Hinweis auf der Tafel neben dem Eingang. Die vorletzte Ziffer ist A.
A=___
O01 N 49°24.567' E 008°42.331'
Peterskirche, sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und, obwohl es eine evangelische Kirche ist, nicht zerstört. Allerdings wurden alle evangelischen Geistlichen vertrieben und Heidelberg nach Beendigung der Belagerung rekatholisiert.
S02 N49°24.(A*73+4)' E008°42.(A*59+1)'
Klingentor
Das Klingentor war ein strategisch wichtiger Punkt, aber gut geschützt. Heidelberg war somit von hier nicht einnehmbar. Von hier aus ging, nach rechts weg, der sogenannte Laufgraben. Das war ein geschützter Weg zur Befestigung "Trutzbayer".
Gleichzeitig befindet sich hier eine Gedenktafel für einen Heidelberger Bürger. Wie viele Lichtstrahlen sind darauf zu erkennen? Iterierte Quersumme der Lichtstrahlen sei B.
B=___
S03 N49°24.(281*B)' E008°42.(120*A-B)'
Eingang zum Schloss
Die Stadt Heidelberg fiel bereits am 16.September 1622, auch die besser geschützte Kernaltstadt. Aber das Schloss verteidigte man noch bis zum 20. September 1622, bevor man kapitulierte.
Vor dem Tor ist ein ehemaliges Wachhäuschen. Oben steht eine Zahl, die vorletzte Ziffer Minus 5 ist C.
C=___
O02 N 49°24.537' E 008°42.691'
Abzweig, ab hier gehts aufwärts
O03 N 49°24.482' E 008°42.758'
Wegpunkt - hier links vorbei
S04 N49°24.(21*BC-4)' E008°42.(35*BC+2*A+3)'
Teufelsloch
Wir befinden uns nun unterhalb der Molkenkur, die erst sehr viel später entstanden ist.
Hier stand ursprünglich die Alte Burg, das erste Schloß von Heidelberg.
Vor dem Krieg 1622 wurde hier eine große Befestigung ausgebaut, ein sogenanntes Vorwerk. Es schützte die Stadt und Schloss vor dem Einfall vom Berg her.
Nordöstlich von dir befindet sich ein ehemaliger Steinbruch aus dieser Zeit, das "Teufelsloch.
Den nächsten Hinweis findest du rechts des Weges; ein Grenzstein. Addiere die 1. und die 2. Ziffer und erhalte D.
D=___
Zum nächsten Punkt nehmt die (kleinen) Wege und nicht die Direttissima.
S05 N49°24.(DC*10+BC+3)' E008°42.(109*A+B)'
Lindenrondell
Rechts ist nun die Molkenkur, Informationen dazu findet ihr auf Tafel 10 des sog. historischen Pfades..
Das Rondell ist an der Stelle eines ehemaligen Vorpostens der Alten Burg. Das Vorwerk fiel bei den Kämpfen erst zusammen mit dem Schloss.
Auf der Mauer befindet sich ein Vermessungspunkt (Rock Marke). Darüber hat jemand etwas eingraviert. Buchtstabenwert 1. Buchstabe Minus 3 sei E.
E=___
S06 N49°24.(AEC/B)' E008°42.(147*E+B)'
Molkenkur
Hohlweg - er bestand schon damals, auch strategisch wichtig, aber ebenfalls leicht zu kontrollieren.
Wenn man durch den Weg hindurch geht, war am Ende auf der rechten Seite das sogenannte Affennest. Eine Viereckschanze zur Sicherung des Durchgangs.
Oberhalb davon war eine der Schanzen der Belagerer von Tilly.
Am Fuße der Stützmauer ein Grenzstein, die 3. Ziffer sei F.
F=___
O05 N 49°24.282' E 008°42.851'
Wegpunkt
O06 N 49°24.252' E 008°42.916'
Abzweig in den Wald
O07 N49°24.182' E008°42.593'
Wegpunkt - links rauf
S07 N49°24.(CA(F+D))' E008°42.(92*E-F)'
Sprunghöhe
Wir befinden uns auf der Sprunghöhe. Hier befand sich eines der Lager von Tilly.
Findet das Schild dazu. Welche Nummer hat es? G = Nummer minus 8
G=___
Auf dem weiteren Weg befanden sich links davon weitere Tilly-Lager.
S08 N49°24.(BD(F+D))' E008°42.((EG*F)+(E*E/B))'
Gaisbergturm
Der Turm hat zwar nichts mit den Vorfällen von 1622 zu tun, ist aber durch seine Bauart doch sehr interessant. Nähere Infos findest du auf dem Schild.
Hier gibt es auch einen steinernen Tisch mit einer kleinen Plakette. Wann wurde der Tisch gestiftet?
Letzte Ziffer geteilt durch Erste Ziffer minus 1 = H
(Punkt vor Strich Rechnung beachten!)
H=___
S09 N49°24.(57*E+H)' E008°41.((237+H)*F+H)'
Trutzbayer
Hier stand eine große Befestigung, sinnigerweise Trutzbayer genannt, Angreifer waren ja die "kayserlich-bayrischen". Hier führt auch der Laufgraben vorbei. Geht man einige Schritte rechts bergab ist man im Laufgraben.
Vom Stein aus hat man den Blick auf die Überreste des Trutzbayers.
Den nächsten Hinweis findet ihr in Richtung Norden, dem linken Weg folgend (Treppe), ca 30 m entfernt, auf einem Grenzstein. Jahreszahl unter "HW", vorletzte Ziffer ist I.
I=___
Folgt nun den Trümmern der Befestigung bergab.
O08 N 49°24.350' E 008°41.885'
Wegpunkt
S10 N49°24.((I*F+H)*I+D-H)' E008°41.((IA)*I-E)'
Trutzkaiser
Die größte Befestigung gegen die Angreifer der Imperialen stand hier. Zwar ist nichts mehr vorhanden, aber den kaiserlichen Truppen gelang es nicht hier in die Stadt einzudringen.
Auf der Kampfplattform war ein Mast errichtet. An ihm wurde eine Krone hochgezogen um dem Kurfüst Friedrich V. auf dem Schloss die Verteidigungsbereitschaft anzuzeigen.
Wieviel vierstellige Zahlen befinden sich auf dem Stein = J.
J=___
S11 N49°24.(ABC+DE-BC)' E008°41.((FGH+IJ)*2-IG)
Der Anfang vom Ende
Heidelberg war insgesamt nicht sehr gut befestigt. Die wichtigen Punkte am Berg und oberhalb bzw. unterhalb am Neckar waren nicht einnehmbar. Schwach war die Befestigung am Neckar. An dieser Stelle setzte die kroatische Reiterei am 16.09.1622 über den Neckar und drang in die Stadt ein, der Anfang vom Ende.
Die Stadt wurde nach dem Fall drei Tage lang geplündert und gebrandschatzt. Die berühmte Bibliotheka Palatina wurde entführt und ist heute noch im Vatikan zu bewundern
Mit dieser Niederlage waren die Kämpfe um Heidelberg noch lange nicht beendet. Dies war erst 1649 der Fall, es lebten danach nur noch 300 Leute in Heidelberg. Endgültig zerstört wurde das Schloss 1689/93 durch die Franzosen.
Mit dem Ende des 30jährigen Krieges endete auch die politische Macht der katholischen Kirche.
Mit wie vielen dicken Muttern ist das Gestell befestigt?
K=___
Final N49° 24.(ABC+DB-JK+B) E008° 42.((IGH-EF-H)/(KF)-A)
iterierte Quersumme (A+B+C+D+E+F+G+H+I+J+K) = 5
Code = HEB(I-A)