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Hafninger Niedermoor EarthCache

Hidden : 12/23/2020
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


ENGLISH VERSION BELOW

Naturdenkmal Niedermoor

Es handelt sich bei diesem Naturdenkmal um ein Moor. Das Betreten ist somit nicht nur verboten, sondern auch sehr gefährlich, da man leicht ein- und versinken kann. Bleibe immer auf den Wegen und respektiere die Natur. Abseits der Wege sind tiefe Erdlöcher Teil der umliegenden Moorlandschaft. Mache diesen EarthCache nur bei Tageslicht, Deiner Sicherheit wegen und auch zum Schutze der Wildtiere. In weiterer Folge erfährst Du mehr über dieses Moor und dessen geologischen Zusammenhang.

 

Erdloch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das hier befindliche Feuchtgebiet in der Katastralgemeinde Hafning ist der Übergang von einem Bruchwald zu einem Niedermoor. Die hier vorzufindende Ausprägung unterschiedlicher Vegetationstypen zeichnet dieses Naturdenkmal aus. Man findet hier offene Wasserflächen mit Laichkraut (Schwimmblattpflanzen), Sumpf- und Röhrichtvegetation sowie üppige Torfmoosbestände. Diese Torfmoosteppiche sind im Neunkirchner Bezirk einzigartig. Selbst andere Biotope/Moore in Niederösterreich unterscheiden sich bezüglich ihrer Flora deutlich von diesem Feuchtgebiet. Die Moorbildung in Hafning geht wahrscheinlich auf einen menschlichen Eingriff zurück. Das Niedermoor ist 4.620m² groß und wurde am 03. November 1998 zum Naturdenkmal erklärt. Vgl. Bescheid 9-N-9818/2, 03.11.1998

Niedermoor

 

Die Vermutung des menschlichen Ursprungs stützt auch der Ortsname der nahen Ortschaft Hafning, Marktgemeinde Wartmannstetten, welcher vom mittelhochdeutschen Wort havenaere abgeleitet wird und Hafner bedeutet. Die heute eher für Ofenbauer bekannte Bezeichnung wurde früher allgemein für Töpfer verwendet. Der zur Verarbeitung erforderliche Lehm wurde bis vor wenige Jahrzehnte noch abgebaut und an Neunkirchner Betriebe geliefert.

Erstmalig wird der Ort 1343 urkundlich im Formbacher Urbar erwähnt. Vgl. Naturdenkmaltafel Niedermoor, 23.12.2020

 

Unter Abt Engelschalk wurde 1343 das Formbacher Urbar angelegt. Es beinhaltet den Klosterbesitz Vornbachs in Bayern, Österreich und der Steiermark, alle Zehente und die dem Kloster verliehenen Privilegien. Vgl. www.uni-klu.ac.at, 23.12.2020

 

Hafning ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Wartmannstetten, im Bezirk Neunkirchen, Bundesland Niederösterreich. Es handelt sich dabei um das Industrieviertel in Niederösterreich. Bis 1970 galt Hafning als eigene Gemeinde. Wartmannstetten zählte im Altertum zu Noricum, bei welchem es sich um ein keltisches Königreich unter der Führung des Stammes der Noriker handelte. Nach der Eroberung durch die Römer war es fortan unter Provincia Noricum bekannt. Die erste urkundliche Erwähnung von Wartmannstetten fand 1192 im Formbacher Traditionskodex statt, wobei frühgeschichtliche Funde und Ausgrabungen zeigen, dass die Besiedelung des Gebiets weit zurückreicht.

Funde

  • Feuerbohrer (Steinzeit)
  • Kupferschmelzöfen, Schmelzpfannen (Bronzezeit)
  • Keltische Siedlungsstellen (Eisenzeit)
  • Ziegelöfen (Römerzeit) Vgl. www.wikipedia.org, 23.12.2020

 

Geologischer Bezug dieses Naturdenkmals Niedermoor

Das Hafninger Niedermoor hat somit seinen Ursprung im Lehmabbau, welcher wie bereits erwähnt, lange Zeit zurückreicht. Der Lehm bremst das Versickern des Oberflächenwassers und ist im nassen Zustand formbar, speichert aber auch gut Wärme. Dies machte ihn als Baustoff besonders interessant. Doch erfahrt hier mehr! Im folgenden wird eine Begriffserklärung gegeben und näher auf die Lehmart dieses Areals eingegangen, welcher in weiterer Folge zur Bildung dieses Niedermoors führte.

 

Lehm wird in vielen geologischen Wörterbüchern als gelblichbrauner bis brauner, meist kalkarmer, schluffiger Ton bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen der ältesten bekannten Rohstoffe, welcher in der Geschichte zum Bauen eingesetzt wurde und auch noch wird. Heutzutage wird dieses Material auch für die Herstellung von gebrannten Ziegeln verwendet. Die hier bekannte Abbaustelle offenbart die große Bedeutung des Rohstoffes für die Menschen seit der frühen Geschichte, aber auch für die Entwicklung der Landschaft, wie auch dieses Niedermoor hier. Vgl. Berichte Geol. B.-A. 80, Lehmverwendung im Spiegel der Zeit, Hannes KUGLER

 

Gemäß der Definition in der Geologie handelt es sich bei Lehm um ein Korngrößengemisch, bestehend aus Schluff, Ton und Sand. Durch jahrelange sedimentologische und petrologische Untersuchungen zu feinkörnigen Sedimenten in Österreich durch I. Wimmer-Frey (geologische Bundesanstalt) als auch das Archiv der Geologischen Bundesanstalt zu aktiven und aufgelassenen Abbaustellen, konnten interessante Erkenntnisse auch zu diesem Gebiet gesammelt werden.
Das Niedermoor in Hafning ist dem Wiener Becken und dessen Randbuchten zuzuordnen. Aus dem Pliozän entstanden hier die Rote Lehmserie, beziehungsweise auch die Loipersbacher Rotlehmserie, welche hier in Hafning und auch in Seebenstein abgebaut wurden und werden. Vgl. Berichte Geol. B.-A. 80, Zur Geologie der Ton- und Lehmvorkommen Niederösterreichs, Maria HEINRICH & Inge WIMMER-FREY

 

Geologische Übersichtskarte, Loipersbacher Rotlehmserie

 

Das Pliozän ist ein zeitliches Intervall des Neogen in der Erdgeschichte. Es begann vor ca. 5,3 Millionen Jahren und endete vor ungefähr 2,6 Millionen Jahren. Vgl. www.wikipedia.org, 03.01.2021

 

Virtual Stage (beachte die Attribute)

Neben den bereits erwähnten Funden, gibt es auch zahlreiche Belege aus der jüngeren Vergangenheit, welche die geologische Relevanz dieser Gegend hier belegen. Unter anderem gab es hier gleich in der Nähe in Wartmannstetten auch einen Ziegelofen am Tobelbach (auch Doppelbach) gelegen. Dieser war bis ca. 1932 in Betrieb und wurde danach abgetragen. Allgemein wurde hier von ca. 1800 bis 1950 der Lehmabbau und die Ziegelerzeugung betrieben.
Die Ziegel, welche hier produziert wurden, waren kleinformatig und mit dem Ziegelzeichen "GK" als auch "K" in verschiedenen Ausformungen versehen und standen für den Ziegelofenbetreiber Georg Kattinger. Die Ziegel aus dieser Gegend sind aufgrund größerer Quarz- und Glimmereinschlüsse von minderer Qualität, wurden jedoch vielfach in den großen Industriekomplexen in Neunkirchen eingesetzt. 
Vgl. www.schlot.at, 03.01.2021

 

LogbedingungenNiedermoor

  1. Bei Stage 1 findest Du den Lehm als fertiges Produkt. Beschreibe dessen Eigenschaften in eigenen Worten (hart, formbar, weich, spröde,...).
  2. Ebenfalls bei Stage 1 siehst Du über dem Gewölbe des ehemaligen Ziegelofens den Schluff, welcher dem Lehm in diesem Gebiet seine einzigartige Farbe verleiht. Welcher Farbton passt Deiner Meinung nach am besten?
  3. Wie könnte Deiner Meinung nach der Lehm die Bildung dieses Niedermoors begünstigt haben (Headerkoordinaten, was verhindert er)?
  4. Welche Farbe hat das natürliche Bachbett des Abflusses, vor welchem Du Dich gerade befindest und Rückschlüsse auf den vorhandenen Lehm ziehen lässt (Headerkoordinaten)?
  5. Wie nennt man den Lehmabbau gemäß der angebrachten Tafel noch?
  6. Mache ein Foto von Dir oder einem persönlichen Gegenstand mit dem Niedermoor im Hintergrund (nicht die Tafel).

 

 

Sende die Antworten via Messenger oder Mail. Du darfst sofort loggen, sollte etwas nicht passen, melde ich mich. Logs ohne Nachricht bzw. Foto werden kommentarlos gelöscht.

 

LEAVE NOTHING BUT FOOTPRINTS!


Jeder ist selbst für sein Tun und Handeln verantwortlich. Sollte es zu Beschwerden aufgrund Fehlverhaltens einzelner Personen kommen, wird dieser EarthCache archiviert werden müssen. Bitte haltet Euch zur eigenen Sicherheit und zum Zwecke, dass noch viele hier vorbeikommen können, an die oben in Rot gefassten Hinweise. Happy Caching!

edit 11.11.2021: english version issued

 

ENGLISH VERSION

Niedermoor Natural Monument

 

This natural monument is a moor. Entering is not only forbidden, but also very dangerous, as you can easily sink in. Always stay on the paths and respect wild life. Aside from the paths, deep holes in the ground are part of the surrounding moor landscape. Do this EarthCache only during daylight, for your own safety and also to protect wild animals. In the following you will learn more about this moor and its geological context.

 

The wetland located here in the cadastral community of Hafning is the transition from a marshland forest to a fen. This natural monument is characterized by the different types of vegetation to be found here. Here you can find open water areas with pondweed (floating leaf plants), swamp and reed vegetation as well as lush peat moss populations. These peat moss carpets are unique in the district of Neunkirchen. Even other biotopes / moors in Lower Austria differ significantly from this wetland in terms of their flora. The formation of bog in Hafning is likely due to human intervention. The fen is 4,620m² and was declared a natural monument on November 3rd, 1998.  cf Bescheid 9-N-9818/2, 03.11.1998

 

The assumption of human origin is also supported by the name of the nearby village Hafning, market town of Wartmannstetten, which is derived from the Middle High German word havenaere and means potter. The name, which is more familiar to stove-fitters today, was previously used generally for potters. The clay required for processing was still mined a few decades ago and delivered to companies in Neunkirchen.

The place is mentioned for the first time in 1343 in the Formbacher Urbar. cf Naturdenkmaltafel Niedermoor, 23.12.2020

 

The Formbacher Urbar was issued in 1343 under Abbot Engelschalk. It includes Vornbach's monastery property in Bavaria, Austria and Styria, all tithe and the privileges granted to the monastery. cf www.uni-klu.ac.at, 23.12.2020

 

Hafning is a village in the market town of Wartmannstetten, in the district of Neunkirchen, in the federal state of Lower Austria. This is the industrial quarter in Lower Austria. Until 1970 Hafning was considered a separate municipality. Wartmannstetten was part of Noricum in antiquity, which was a Celtic kingdom under the leadership of the Noric tribe. After the Roman conquest, it was henceforth known as Provincia Noricum. The first documentary mention of Wartmannstetten took place in 1192 in the Formbacher Traditionscodex, whereby prehistoric finds and excavations show that the settlement of the area goes back a long way.

Finds

  • Fire drill (stone age)
  • Copper smelting furnaces, melting pans (Bronze Age)
  • Celtic settlement sites (Iron Age)
  • Brick kilns (Roman times) cf www.wikipedia.org, 23.12.2020

 

Geological reference of this natural monument Niedermoor

The Hafninger Niedermoor has its origins in the mining of clay, which, as already mentioned, goes back a long time. The clay slows down the seepage of surface water and is malleable when wet, but also stores heat well. This made it particularly interesting as a building material. But find out more here! In the following, an explanation of the terms is given and the type of clay in this area is discussed in more detail, which subsequently led to the formation of this fen.

 

In many geological dictionaries, clay is referred to as yellowish-brown to brown, mostly low-lime, silty argil. It is one of the oldest known raw materials, which was used for construction in history and is still used nowadays. Today this material is also used for the manufacture of burnt bricks. The mining site here reveals the great importance of the raw material for people since early history, but also for the development of the landscape, like this fen here. cf Berichte Geol. B.-A. 80, Lehmverwendung im Spiegel der Zeit, Hannes KUGLER

 

According to the definition in geology, clay is a mixture of grain sizes, consisting of silt, clay and sand. Years of sedimentological and petrological investigations on fine-grained sediments in Austria by I. Wimmer-Frey (Federal Geological Institute) and the archive of the Federal Geological Institute on active and abandoned mining sites made it possible to collect interesting findings on this area.

The low moor in Hafning is assigned to the Vienna Basin and its peripheral bays. The red clay series and the Loipersbach red clay series, which were and are mined here in Hafning and also in Seebenstein, arose here from the Pliocene. cf Berichte Geol. B.-A. 80, Zur Geologie der Ton- und Lehmvorkommen Niederösterreichs, Maria HEINRICH & Inge WIMMER-FREY

 

The Pliocene is a time interval of the Neogene in the history of the earth. It started about 5.3 million years ago and ended about 2.6 million years ago. cf www.wikipedia.org, 03.01.2021

 

Virtual Stage (note the given attributes)

In addition to the finds already mentioned, there are also numerous pieces of evidence from the recent past, which prove the geological relevance of this area here. Among other things, there was a brick kiln next to the ditch called Tobelbach (also Doppelbach) located nearby in Wartmannstetten. This was in operation until around 1932 and was then removed. In general, clay mining and brick production were carried out here from around 1800 to 1950.

The bricks that were produced here were small in size and marked with the brick symbols "GK" and "K" in various shapes and stood for the brick kiln operator Georg Kattinger. The bricks from this area are of poor quality due to larger quartz and mica inclusions, but were often used in the large industrial complexes in Neunkirchen. cf www.schlot.at, 03.01.2021

 

Log requirements

  1. At stage 1 you will find the clay as a finished product. Describe its properties in your own words (hard, malleable, soft, brittle, ...).
  2. Also at stage 1 you can see the silt above the vault of the former brick kiln, which gives the clay in this area its unique color. Which color do you think suits the best?
  3. In your opinion, how could the clay have supported the formation of this fen (header coordinates, what does it prevent)?
  4. What color is the natural creek bed of the drain, in front of which you are currently and which allows conclusions to be drawn about the existing clay (header coordinates)?
  5. What do you call the mining of clay according to the attached board?
  6. Take a picture of yourself or a personal item with the fen in the background (not the board).

Send the answers via GC messenger or mail. You can log immediately, if something doesn't fit, I'll get in touch with you. Logs without a message or photo will be deleted without further comment.

 

LEAVE NOTHING BUT FOOTPRINTS!

Additional Hints (Decrypt)

Oyrvor nz Jrt, avpug qnf Zbbe orgergra! Cyrnfr, xrrc ba genpx! Qb abg fgrc vagb zbbe nern.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)