Skip to content

WEINHEIM 1909 "DAS FRÄNKISCHE GRÄBERFELD" Traditional Cache

This cache has been archived.

CAIRO_PETE: Archiviert

More
Hidden : 1/10/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


WEINHEIM 1909
"DAS FRÄNKISCHE GRÄBERFELD"


Im Dezember 1909 entdeckte man beim Bau eines Klärbeckens im Bereich der Firma Freudenberg am Werk zwischen den Dämmen einen Friedhof aus der Zeit zwischen 500 und 600 nach Christus.
Es handelte sich hierbei um einen altfränkischen Reihenfriedhof, der hier im Gewann Kapellenäcker, das seinen Namen übrigens von der Kapelle des Deutschordens hat, die hier schon vor der Gründung der Weinheimer Neustadt stand, angelegt wurde.

Die Firma Freudenberg stoppte die Bauarbeiten und liess wegen des öffentlichen Interesses vom 7.12. - 16.12.1909 das gesamte Gelände von Archäologen untersuchen. Auf ca. 2000 qm wurde bis zu einer Tiefe von 1,50 m gegraben.

Vier der Gräber waren jedoch schon vor Beginn der eigentlichen Arbeiten bereits ausgehoben und die Grabbeigaben vermischt worden, so dass die Fundgegenstände nicht mehr eindeutig zuzuordnen waren.
Bei den Grabungen stiess man auf weitere 48 Gräber.
Allerdings muss man davon ausgehen, dass sich das Gräberfeld über die Fläche des Klärbeckens hinaus erstreckte und seine Grenzen nur im Norden und Nordosten erreicht wurden.

Auf Grund der Tatsache, dass die ungeklärten, säurehaltigen Abwässer der Fabrik einfach in das umliegende Erdreich abgelassen wurden, fehlten organische Materialien in den Gräbern völlig.

Grabbeigaben waren ein herausragendes Merkmal fränkischer Bestattungsriten und so konnte man anhand der in den Gräbern gefundenen Gegenstände das Geschlecht der Verstorbenen bestimmen, die mit den Beigaben für das Jenseits ausgestattet worden waren.
Bei den Männern wurden Waffen, Werkzeuge und Gerätschaften mit ins Grab gelegt, bei den Frauen Schmuckstücke wie Fibeln, Ohrringe, Perlenketten und Ringe. Aus den Beigaben konnte man letztendlich rekonstruieren, daß in dem Gräberfeld 21 männliche, 17 weibliche zwei männliche und ein weibliches Kind, sowie acht nicht mehr bestimmbare Tote bestattet worden waren.

Dies geschah im Zeitraum vom frühen sechsten bis Mitte des siebten Jahrhunderts. Alle Gräber waren von Westen nach Osten ausgerichtet. Der Kopf der Verstorbenen lag hierbei im Westen.

Die gefundenen Grabbeigaben, die auch Gefässe aus Glas und Keramik umfassten, sind heute im Besitz des Weinheimer Heimatmuseums.

Wie bei den anderen Caches der Serie habe ich mich bemüht, so nahe wie möglich an der ursprünglichen Örtlichkeit des Ereignisses die Dose auszulegen. Der Strassenname weist hier auf die alte Kapelle des Deutschen Ordens hin, siehe oben. Im Cache ist nur eine FTF- Urkunde enthalten, sowie die Bonuszeichen. Es passen keine TBs in den Behälter.

Additional Hints (No hints available.)