Menhir „Steinerne Jungfrau“ Traditional Cache
Menhir „Steinerne Jungfrau“
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
(small)
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Menhir "Steinerne Jungfrau"
Ein historischer Ort
Jungsteinzeit (3600 - 2299 v. Chr.)

Bisher hatten wir den Dölauer Menhir, der die Bezeichnung "Steinerne Jungfrau", oder "Heidenstein" bzw.der "Lange Stein" führt, nicht wirklich wahrgenommen - obwohl unser Weg oftmals in unmittelbarer Nähe an ihm vorbeigeführt hat und seine Höhe immerhin 5,50m beträgt. Bei einer Wanderung zufällig vorbeigekommen, waren wir dann doch überrascht, solch einen Zeugen vorchristlicher Zeit hier zu finden. Auf einer Informationstafel war dann auch ausführlich zu lesen, welche Bewandtnis es mit diesem Stein hat. So, dass der ehemals helle Quarzit durch Verwitterung überwiegend dunkelgrau bis schwarz gefärbt worden ist.
Und weiter: "In der Spalte auf der Südost-Seite steckt in Augenhöhe ein großer Nagel. Eine Reihe weiterer Nägel ist wegen der schwarzen Färbung des Steins nur schwer zu erkennen. Auf einer Karte aus dem Jahre 1840 sollen an dieser Stelle insgesamt drei Steine eingetragen gewesen sein. Zudem soll der Menhir im 19.Jh. noch 3m höher gewesen sein: Durch Verwitterung wären im Jahre 1890 aber Teile abgestürzt. Heute liegen um den Menhir herum Steintrümmer, die von Absplitterungen herrühren dürften."
Weitere Informationen zu Sagen in Halle und Umgebung wurden 2016 veröffentlicht!
Sagenumwoben – Orte und ihre Sagen in Halle und Umgebung ist eine multimediale Webseite, die ausgewählte Orte und Sagen aus der Region Halle (Saale) und dem Saalekreis vorstellt. Dieses Projekt entstand als Abschlussarbeit im Rahmen des Masterstudiengangs Multimedia & Autorschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und wurde im Februar 2016 veröffentlicht.
Autorin Maria Göckeritz
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Die Steinerne Jungfrau ist Teil der Routen der Archäologie im westlichen Saalekreis, die im gleichnamigen Buch des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie zusammengefasst sind und interessante archäologische Stätten um Halle vorstellen.
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Nun zum Cache
Der Cache besteht nun aus einer kleinen "Plaste Dose", da das bisherige Versteck ständig gemuggelt wurde. Schade, aber im konkreten Fall geht es einfach nicht anders. Der Cache liegt nun auch nicht mehr am bisherigen Ort, sondern wurde geringfügig verlegt. Deshalb auch keine Änderung der Koordinaten.
Er ist sehr gut erreichbar, für Nutzer mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Wanderer, Biker oder Autofahrer gleichermaßen.
Allerdings hat die Neuverlegung auch mit sich gebracht, dass er nun für Rollstuhlfahrer als ungeeignet eingestuft werden musste, was außerordentlich zu bedauern ist.
Zwei günstige Parkmöglichkeiten haben wir ausgewählt

Eine günstige Parkmöglichkeit
P1: N 51° 31.132'
E 011° 52.595'

Eine weitere Parkmöglichkeit
P2: N 51° 31.160'
E 011° 52.973'
An der Informationstafel kann man weitere Hinweise zur "Steinernen Jungfrau" erhalten, so beispielsweise, dass alten Berichten zufolge die drei Prediger der umliegenden Ortschaften die Verpflichtung hatten, abwechselnd an diesem Steine jährlich eine Predigt zu halten, woraus sich eine kultische Verehrung der "Steinernen Jungfrau" in heidnischer Zeit erschließen lässt. "So soll auch früher auf der Spitze des Steins ein Götzenbild gestanden haben. Die "Steinerne Jungfrau" stellt einen Menhir dar (Menhir bedeutet in der bretonischen Sprache "langer Stein"). Solche wurde bevorzugt in der Jungsteinzeit aufgestellt. Sie symbolisierten Ahnen und dienten als Ersatzleib und Sitz der Seele der Verstorbenen. Um deren Hilfe zu erbitten und sie um Rat zu befragen, waren magische Riten erforderlich, die den Stein zum Leben erweckten, ihn "sprechen ließen".
Dabei dürfte Blut als Sitz der Lebenskraft und als lebensspendende Substanz eine Rolle gespielt haben, mit dem man den Stein vitalisieren konnte. Mit dem Stein sind Sagen verbunden: So soll eine Riesin (alternativ: eine Mutter mit zwei Kindern oder drei Frauen) während eines Gewitters, um ihr Kleid nicht zu beschmutzen, Brote in die Pfütze geworfen haben, um diese trockenen Fußes zu überqueren. Wegen dieses Frevels wurden sie und ihr Brote versteinert. Die Eisennägel lassen sich dem Volksglauben zufolge nur bei Gewitter oder Platzregen eintreiben."

Der Eisennagel
Quelle: Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt.
Aus aktuellem Anlaß!
Nutzt unbedingt eine der angegebenen Parkmöglichkeiten und fahrt nicht bis zur "Steinernen Jungfrau" mit dem Auto. Hier gibt es keine Wendemöglichkeit und der Rückweg kann Probleme (Rückwärtsfahren auf engem Weg) mit sich bringen.
In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass häufig Travel Bugs und Geocoins verschwinden. Liegt das daran, weil viele Geocache-Neulinge nicht wissen, was sie da gefunden haben??? Falls du nicht weißt, was ein TB/Coin ist, dann schau bitte nach!!!
Solltest du in diesem Cache einen TB/Coin finden oder ablegen, dann vergiss bitte nicht zu loggen.


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Additional Hints
(Decrypt)
Npughat Zhttrytrsnue!!!